1. Einleitung

Seit der Mensch seinen Fußabdruck auf die Welt setzte, entstand ein Diskrepanz zum ökologischen Dasein. Ein dynamischer Prozess entstand parallel und unabhängig vom natürlichen Verlauf der Natur, der durch die Anwesenheit unserer Spezies, signifikante Folgen für die Umwelt hervorhebt.

Aus der Vergangenheit lernen heißt für die Zukunft gewinnen. Wir Menschen verfügen über die Gabe, die Umgebung zu formen und an unsere Bedürfnisse anzupassen. Die Natur hat hingegen nur passive Möglichkeiten, den Lebensraum zu formen. Anpassung und Evolution sind die zentralen Treiber der Natur, deren Entfaltungskraft erst in Jahrzehnten messbar wird. Für unsere Gesellschaft reicht eine Achtlosigkeit von gestern, um morgen schon über das Schicksal des Lebens zu entscheiden. Alltägliche Abläufe, die heute unsere Standards vervollständigen, erweisen sich für die Zukunft zu einem weitreichenden negativen Wandel. Ausgehend von den Veränderungen aus der Gegenwart, ist es schwer abzuschätzen, welche Auswirkungen sich durch unser Handeln, in der Zukunft abzeichnet. Eine Verlagerung der Probleme auf nachkommenden Generationen ist vielmehr die Folge. Nach und nach wird unserer Gesellschaft bewusst, dass ihr verstärktes Eingreifen in den Lebensraum, das gesamte Leben beeinflusst. Mit dem Blickt auf die Zukunft, muss das Thema Umweltschutz einen neuen Stellenwert erreichen. Der Schutz des Lebensraums definiert sich nicht mehr ausschließlich durch die Bemühungen oder Anstrengungen der Natur bzw. Gesellschaft im Einzelnen. Eine neue Entwicklungsform, mit dem Ziel der Symbiose, zeigt die Richtung für wirkungsvolle und nachhaltige Prozesse, an dem eine angepasste Umwelt wachsen kann.

2. Ausgangslage

In der Zukunft bedarf das Leben auf unserer Erde, einen grundlegenden Schutzbeitrag für den Erhalt jeglicher Art. Die Welt steht im Zeichen des Wandels und bedeutende, dynamische Veränderungen entwickeln sich rasant. Die Gründe sind vielschichtig, doch den größten Einfluss hat die Vormachtstellung unserer Gesellschaft. Das Problem ist in erster Linie nicht die Veränderung an sich, sondern das Zeitfenster. Vollzieht sich der Wandel in einem zu schnellen Tempo, hat das Leben keine Möglichkeit sich anzupassen. Die Menschheit kann durch technologische Überlegenheit mit der Veränderung leben, doch die Natur hat keine dieser Funktionen und bedarf daher Unterstützung von außen. Die Lebensader der Natur ist auf Flora und Fauna angewiesen, die durch Kreislaufprozesse ihren Lebensraum versorgt. Fallen strategische Pflanzen, Insekten oder Tiere durch die fehlende Anpassungszeit aus, schwächt dies den Lebensraum und somit das natürliche Leben. Dieser Prozess beinhaltet nicht nur den Einfluss des Klimawandels, sondern auch die Belastung der Gesellschaft auf die Natur. Alle Störgrößen schwächen das Konstrukt Natur und somit auch die Grundlage des gesamten Lebens.

Unsere Spezies ist in der Lage, Veränderungen über einen definierten Zeitraum vorauszubestimmen. Diese Fähigkeit erlaubt es uns, die Schädigung der Natur zu begrenzen und auf die neuen Umgebungsbedingungen vorzubereiten. So wären wir in der Lage durch die Anpassung des Lebensraums, nicht nur die Natur zu stärken, sondern auch uns als Gesellschaft neu zu entwickeln.

3. Thema

Die Idee befasst sich mit der gesellschaftlichen Herangehensweise zum Thema Umweltschutz. Der Schwerpunkt liegt in der aktiven Nutzung der Umwelt. Wie und vor allem wer nutzt den definierten Raum und bestehen natürliche Schutzfunktion für die ökologische Erhaltung? Schutzfunktionen sind ein wichtiger Baustein, um den Lebensraum zu erhalten und zu versorgen. Eine gesunde, dynamische Natur verfügt über diese Funktionen, deren Einfluss seit Millionen von Jahren, Leben auf unseren Planeten beschert. Verschwindet diese Schutzfunktion durch Veränderungen von außen (terrestrische oder anthropogene Einflüsse), verschwindet auch die Artenvielfalt und damit auch die Dynamik der Natur. Heute liegt der dominante Einflussbereich, der die Umwelt formt, nicht mehr in den Händen der Natur. Unsere Gesellschaft trägt maßgeblich zu ihrer Veränderung bei, deren Schutzfunktionen aber noch nicht mit dem natürlichen Schutz der Natur kooperiert oder interagiert. Mit dem Gedanken eines gemeinsamen genutzten Lebensraums, bei dem Natur und Gesellschaft den gleichen Einfluss prägen, entsteht auch der Anspruch diesen Raum gemeinsam zu schützen.

4. Aufgabe

Ein Schutzkonzept benötigt bei effizienter und nachhaltiger Betrachtung eine angepasste Strategie, zum Wohle einer veränderten Umwelt. Der Einfluss von Gesellschaft und Natur muss daher in Aufgabenbereiche unterteilt werden. Die eigentliche Hauptarbeit zum Thema Umweltschutz trägt dabei die Natur, da diese mit ihrer Anpassung, die nötigen Funktionen mitbringt. Bewahrung und Versorgung der Natur beinhaltet die Arbeitsleistung der Gesellschaft, da diese bei Veränderung schneller reagieren können. Einerseits soll eine definierte Annäherung zur Natur, die Gesellschaft sensibilisieren und mittels Anpassung ihrer Prozesse, einen Unterstützungsleistung für Natur aktiv begleiten. Anderseits bewirkt eine gesunde Natur die Aufrechterhaltung der Versorgung des Lebens. Ein Kreislauf entsteht, der bei wachsender Entwicklung, den Energiebedarf aus dem technologischen Sektor auf ein niedriges Level senkt. Insellösungen entstehen, an dem sich die Gesellschaft und ihre kommenden Generationen neu orientieren. Wir schaffen damit eine Brücke in unserem täglichen Ablauf, der als Wegbegleiter für die natürlichen Prozesse dient. Mit dem Gedanken: nicht von der Natur zu leben, sondern mit der Natur, beschreiben wir die Möglichkeiten, Schutzfunktionen durch abgestimmte Aufgabenbereiche zwischen der Gesellschaft und der Natur herzustellen.

5. Gedanke

So können wichtige Fragen an die veränderte Zukunft, schon heute aktiv gestaltet werden. Eine Auflistung einzelner wichtigen Themen soll den Zusammenhang untereinander erklären. Die erste Spalte beschreibt das eigentliche Problem für den Lebensraum. Die zweite Spalte zeigt wichtige Veränderungen, die daraus resultieren.

All diese Themen sind die Grundlage, auf dem sich die heutige Entwicklung der Zukunft aufbaut. So versucht die Gesellschaft heute schon über gezielte technische Lösungen, sich den Problemen anzunehmen. Blau markierte Themen sind aktuelle Bemühungen, die heute auf technische Weise durchgeführt werden. Mit gelb markiere Themen sind rein gesellschaftliche Veränderungen, die sich aus dem verfügbaren Prozess bilden. Alle grün markierten Themen bauen grundsätzlich auf die Unterstützung der Natur auf und sind so für eine technische Lösung aktuell unerreichbar. Gelingt es uns unseren gesellschaftlichen Prozess auf die Natur anzupassen, können wir indirekt Einfluss auf die grün markierten Themen nehmen und technische Lösungen, die heute mit Energieeinsatz stattfinden, mit der Hilfe von natürlichen Prozessen aus der gesellschaftlichen Fürsorge entziehen. CO2 und die Wasseraufbereitung sind zu Beispiel zwei grundlegende Größen, die mit der Unterstützung der Natur, aus der gesellschaftlichen Verantwortung genommen werden können.

6. Ziel

Gesellschaftliche Ziele werden gegenüber den natürlichen Prozessen gewichtet. Wie bei einer klassischen Waage entscheidet die Balance über das tatsächliche Gewicht. So wird die Betrachtung auf die bevorstehenden Prozesse im großen Ganzen neu bewertet. Das gesetzte Ziel entspricht dann den neuen symbiotischen Einfluss auf den Lebensraum, der mit der Unterstützung beider Seiten am Erflog gemessen wird. Daraus entsteht eine Symbiose zwischen Gesellschaft und Natur, die auf Basis einer ausgeglichenen Wertsteigerung beruht. Lebensräume wachsen zu zentralen Anlaufpunkte für das Leben zusammen und schaffen Raum für wohnen, arbeiten und erholen. Die angepasste Lebenssituation, mit der Verbundenheit zur Natur, vermittelt den Anwohnern eine neue Sichtweise auf das veränderte Ökosystem. Prozesse des alltäglichen Lebens werden automatisch an den Zyklus der Natur angepasst und ermöglichen eine Annäherung an den natürlichen Kreislaufprozess. Aus einer eigenständigen, abgekapselten Lebensart und Lebenskultur entsteht ein neues Bewusstsein, dass dem Interesse neuer Generationen und Perspektiven für ein gesunde Umwelt weckt. Dieser Antrieb ermöglicht den Schritt zu einer angepassten Bildung, das durch die gelebten Prozesse ein Verständnis in jungen Jahren erfährt und im Alter das Wissen bereitgestellt.

7. Projekte & Prozesse

Der unmittelbare Lebensraum schafft eine räumliche Abgrenzung und dient als Blaupause für den aktiven Umweltschutz. Dies beinhaltet unter anderem zehn wichtige Grundthemen, welche für einen gesunden Lebensraum notwendig sind. Es umfassen gesellschaftliche und natürliche Inhalte, die gleichermaßen dem Leben zugewandt sind:

So umfasst der natürliche Beitrag die Inhalte Nachhaltigkeit, Gesundheit, Klimaschutz, Leben, Biodiversität, Ernährung und Wasser. Der Beitrag aus gesellschaftlichen Pflichten beschreibt die Infrastruktur, Bildung und Partnerschaften.

Der Bezug auf jedes einzelne Themengebiet hilft dabei Projektstrukturen gezielt mit der Natur zu verknüpfen. Durch symbiotische Effekte trägt die Natur dazu bei, dass alle zehn Themen, in ihrer Zusammenarbeit, verwachsen. Daraus entsteht ein gesellschaftlicher Prozess, welcher nicht jedes Thema einzeln betrachtet, sondern durch einen holistischen Ansatz als ein übergeordneter Verbund agiert. Es zeigt sich, dass die Unterstützungsleistung der Gesellschaft nun nicht mehr zehn unterschiedliche Themen, sondern eine Aufgabe bewältigt werden muss. Als Essenz bildet sich der benötigte Schutzbedarf des gesamten Lebensraums und somit Unterstützung für die Umwelt aus.

Die Konsequenz aus dem beschriebenen gesellschaftlichen Prozesswandel zeigt, dass wir den aktiven Beitrag für die Erhaltung des Lebensraums und der Umwelt auf einen gemeinsamen Nenner reduzieren können. Dieser Schritt fokussiert unsere Verantwortung für das zukünftige Dasein und nimmt den Leistungsdruck der folgenden Generationen. Nachhaltige und effiziente Entwicklung stehen im Vordergrund, zu einer wachsenden, ökologischen Welt.

Nun liegt es an uns, den ersten Schritt zu gehen…

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